Unsere Erde ist zu retten!
Wo stehen wir heute im konziliaren Prozess für
Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung?
Hubert Weiger
Der ökologische Zustand unserer Erde ist in vielerlei Hinsicht alarmierend. Die Klimakrise schreitet rasant voran, die Biodiversität geht verloren und die sozialen Ungleichgewichte verschärfen sich zunehmend.
In dieser Situation, in der schon die bisherigen Anstrengungen nur als halbherzig bezeichnet werden können und in der eigentlich ein weiteres konsequentes Handeln der Politik zur Rettung unser aller Lebensgrundlagen von Nöten wäre, erleben wir leider gerade genau das Gegenteil: auf allen Ebenen findet ein Roll-Back statt. Und das nicht nur im fernen Amerika unter Präsident Donald Trump, der im Februar 2026 die fundamentale wissenschaftliche Feststellung, dass Treibhausgase als gesundheitsgefährdend einzustufen und zu regulieren sind, aufgehoben, Umweltstandards abgebaut, Abgasnormen gestrichen und den Abbau fossiler Brennstoffe gefördert hat, um nur eine kleine Auswahl seiner Versündigungen gegen die Schöpfung aufzuzählen.
Auch auf EU-Ebene gibt es derzeit massive Versuche, Gesetze wie die Wasserrahmenrichtlinie, die Flaura-Fauna-Habitat-Richtlinie, die Richtlinie über die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Waldschutzverordnung – um nur ein paar Beispiele zu nennen – aufzuweichen. Zentraler Akteur dabei ist Manfred Weber als Abgeordneter der CSU und Partei- und Fraktionsvorsitzender der EVP. Begründet wird das mit Begriffen wie »Entbürokratisierung« und »Vereinfachung«, doch tatsächlich geht es dabei oft nicht um schlankere Verfahren, sondern um weniger Regeln für Wirtschaft und Konzerne – auf Kosten von Umwelt, Gesundheit und Gemeinwohl. Und auf Bundes- und bayerischer Ebene geht es im gleichen Stil so weiter: Das Infrastrukturgesetz schränkt die Beteiligung von Verbänden als zivilgesellschaftliche Stimme ein. Es gibt Angriffe auf das Klagerecht und die Gemeinnützigkeit von Verbänden. Die bayerische Staatsregierung hat ihr Klimaziel um fünf Jahre nach hinten auf 2045 verschoben und in den vier sogenannten »Modernisierungsgesetzen« werden unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung nach europäischem Vorbild sage und schreibe 118 Landesgesetze und -verordnungen auf einen Schlag geändert. Natürlich nicht alle nur im Umweltbereich, aber viele davon gehen zu Lasten von Natur und Landschaft sowie einer demokratischen Mitsprache.
Und ich spreche mit all diesen Beispielen hier nur für den Umweltbereich. Leider findet dieser Roll-Back global auch in vielen anderen Bereichen statt, wie zum Beispiel im Völkerrecht oder bei den Menschenrechten. Zusammenfassen kann man alle diese Entwicklungen mit dem Satz: »Die Akzeptanz, dafür, dass das Recht des Stärkeren gilt, steigt mehr und mehr.« Zu den Schwächeren zählen ja nicht nur die tatsächlich schwächeren Menschen, die aktuell mit uns in unserer Gesellschaft und in unserem gemeinsamen Haus, der Erde, leben, sondern auch die Natur und die noch ungeborenen Generationen, die mit den Problemen, die wir ihnen hinterlassen, zurechtkommen müssen. Alle diese Gruppen können nicht selbst ihre Stimmen erheben und sind auf die Hilfe mitfühlender Menschen angewiesen.
Der umweltbewegte Christ könnte angesichts all dieser Entwicklungen leicht die Hoffnung verlieren. Es gibt jedoch auch über den reinen Glauben hinaus ganz konkrete Gründe für Hoffnung und konkrete Ansätze, die zeigen, dass Veränderung möglich ist – und zwar sowohl auf globaler als vor allem auch auf lokaler Ebene. Der konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung, der von den Kirchen weltweit getragen wird, spielt dabei eine zentrale Rolle.
Schlucht mit Plastikmüll, Philippinen
Der konziliare Prozess: Ursprung und Zielsetzung
Der konziliare Prozess begann 1983 auf der VI. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Vancouver, als die Kirchen weltweit ihre Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung formulierten. Der Prozess war von Anfang an als eine langfristige, gemeinsame Lernreise gedacht, bei der sich die Kirchen nicht nur zu Friedens- und Gerechtigkeitsthemen äußern sollten, sondern auch aktiv zu Veränderungen beitragen. Der Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass der wahre Frieden nur durch soziale Gerechtigkeit und die nachhaltige Bewahrung der Schöpfung erreicht werden kann.
Die theologischen Überlegungen dieses Prozesses basieren auf der Einsicht, dass Frieden mehr ist als das Fehlen von Krieg. Frieden kann nur gedeihen, wenn es Gerechtigkeit gibt – sowohl zwischen den Menschen als auch zwischen den Menschen und der Natur. Die Bewahrung der Schöpfung ist damit nicht nur eine ökologische, sondern auch eine theologische Notwendigkeit. In dieser Vision sind ökologische Verantwortung und sozialer Frieden miteinander untrennbar verbunden.
Weidenkirche der Evangelischen Jugend Bayern, Pappenheim
Friedrich Schorlemmer:
Ein Vordenker des konziliaren Prozesses
Friedrich Schorlemmer war in der DDR nicht nur ein prominenter Bürgerrechtler und Theologe, sondern auch ein unermüdlicher Vorkämpfer für Frieden, Freiheit und die Bewahrung der Schöpfung. Bereits in den 1970er Jahren setzte er sich gegen den Braunkohleabbau in Espenhain und gegen den Bau des Stendaler Atomkraftwerks ein – lange bevor Umweltschutz zu einem globalen Thema wurde. Schorlemmer betrachtete den Kampf für die Schöpfung als unverzichtbaren Bestandteil des Widerstands gegen die autoritäre DDR und als aktiven Beitrag zur Friedensbewegung.
In seiner Rolle als Theologe und Bürgerrechtler verstand er den Schutz der Umwelt immer als ein Element der sozialen Gerechtigkeit. Für ihn war es unerträglich, dass die natürliche Lebensgrundlage der Menschen durch das politische System der DDR zerstört wurde. Er wusste, dass der Kampf für den Frieden und die Bewahrung der Schöpfung nicht isoliert geführt werden konnte, sondern im Kontext einer umfassenden sozialen Gerechtigkeit und der Wahrung der Menschenwürde stand.
Schorlemmer war ein Vorreiter des konziliaren Prozesses, der durch seine Rolle als Vermittler und Aktivist sowohl in der Kirche als auch in der Gesellschaft maßgeblich zur Veränderung der politischen und sozialen Verhältnisse beitrug. Seine Arbeit war nicht nur ein Appell zum Schutz der Umwelt, sondern auch eine Forderung nach sozialer Verantwortung und politischer Gerechtigkeit.
Das Grüne Band: Ein Symbol für Hoffnung
Das »Grüne Band«, das die ehemalige innerdeutsche Grenze markiert, ist heute ein Symbol der Hoffnung und eine lebende Gedenkstätte zur Erinnerung an die friedliche Revolution in der DDR, die ja auch zentral durch kirchliche Schutzräume ermöglicht wurde und welche die brutale, menschenverachtende Grenze zwischen West- und Ostdeutschland 1989 zu Fall brachte. Das Grüne Band ist ein lebendiges Beispiel für das Zusammenspiel von ökologischem Schutz und politischer Veränderung. Der heutige Naturschutzkorridor, der sich vom Nordosten Deutschlands bis in den Süden erstreckt, ist nicht nur ein Rückzugsort für bedrohte Tiere und Pflanzen, sondern auch ein Symbol für den friedlichen Wandel und die Überwindung von Konflikten.
Das Grüne Band ist ein konkretes Beispiel dafür, dass aus Widerstand und Veränderung eine nachhaltige Entwicklung hervorgehen kann. Heute ist es ein herausragendes Symbol für den Frieden und die Bewahrung der Schöpfung und zeigt, wie durch gemeinschaftliches Handeln langfristig positive Veränderungen erzielt werden können.
Was gibt Hoffnung?
Trotz der zahlreichen Herausforderungen, vor denen die Welt heute steht, gibt es immer wieder positive Entwicklungen, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben. Der konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung bleibt eine treibende Kraft, die von der evangelischen und katholischen Kirche sowie von vielen zivilgesellschaftlichen Initiativen getragen wird. Es gibt zahlreiche Beispiele aus der Praxis, die zeigen, dass der Wandel möglich ist.
Positive Entwicklungen in der Klimapolitik
auf der lokalen Ebene
Die Klimakrise bleibt eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit, doch es gibt Fortschritte. Seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens im Jahr 2015 ist der Anteil erneuerbarer Energien in der weltweiten Energieproduktion deutlich gestiegen. In vielen Ländern – darunter auch Deutschland – wird zunehmend auf nachhaltige Energiequellen gesetzt. Besonders in Europa und China zeigen sich Fortschritte im Ausbau von Wind- und Solarenergie. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist nicht mehr nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch ökonomisch attraktiv.
In Deutschland ist der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion im Jahr 2023 auf 63% gestiegen. Auch weltweit wächst die Zahl der Investitionen in saubere Energie – ein Zeichen dafür, dass der Wandel in Richtung einer klimafreundlicheren Energieversorgung unumkehrbar ist.
Die Klimaschutzbewegung, die 2019 durch die Fridays-for-Future-Proteste eine neue Dynamik erhielt, hat in vielen Ländern zu einem Umdenken in der Politik geführt. Mehr und mehr Unternehmen, von großen Konzernen bis hin zu kleinen Start-Ups, setzen auf nachhaltige Geschäftsmodelle und orientieren sich an den Zielen des Pariser Abkommens.
Die Rolle der Kirchen:
Hoffnungsträger für den Wandel
Die Evangelische Kirche spielte eine bedeutende Rolle beim politischen Umsturz der DDR, indem sie in den Jahren der Friedlichen Revolution eine Plattform für gesellschaftliche und auch ökologische Diskussionen bot. Diese scheinbar kleinen und unbedeutenden Angebote vor Ort führten in der Summe zum Sturz des SED-Regimes. Dies zeigt uns, Hoffnung und Erfolg entsteht dort, wo man es im ersten Augenblick in diesem Umfang gar nicht erwartet. Die Arbeit vor Ort, im kleinen Kreis ist wichtig und gibt Hoffnung. Dies lässt sich auch auf die Ökologiebewegung übertragen.
Im Bereich der Kirchen gibt es immer wieder positive Impulse. Papst Franziskus’ Enzyklika Laudato Si‘ hat weltweit zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit der Frage der Bewahrung der Schöpfung geführt. Der Papst hat hier eine klare Haltung zum Schutz der Umwelt eingenommen und fordert alle Menschen auf, Verantwortung für die Erde zu übernehmen.
Auch die evangelische Kirche in Deutschland hat sich nachdrücklich für den Klimaschutz engagiert und zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen, um den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft voranzutreiben. Dabei geht es nicht nur um die Reduktion von CO2-Emissionen, sondern auch um die Schaffung von Bewusstsein für die sozialen und ökologischen Folgen des eigenen Handelns.
Kirchen spielen eine zentrale Rolle als Vermittler und Mahner, indem sie ethische und moralische Orientierung in einer Zeit bieten, in der politische und wirtschaftliche Kräfte oftmals zu wenig für den Schutz der Umwelt tun. Ihre Botschaften von Gerechtigkeit und Frieden sind auch in der aktuellen Klimadebatte von großer Bedeutung, da sie die moralische Grundlage für nachhaltiges Handeln liefern.
Christian Führer, Wegbegleiter Friedrich Schorlemmers und Pfarrer, der 1989 in der Leipziger Nikolaikirche Gewaltlosigkeit predigte und den friedlichen Umbruch in der DDR entscheidend mitgeprägt hat, hat 2009 in einem Interview das Argument »Politik gehört nicht in die Kirche« kommentiert mit der Aussage: »Zugrunde liegt [dem] die verkehrte Auffassung, unpolitisch sei, wer sich nicht einmischt. Aber wer nichts sagt, wer nicht handelt, wer nicht eingreift, der ist eminent politisch. Denn er stützt entscheidend den Status quo. Einen bequemeren Untertan kann sich ein Staat gar nicht wünschen. Aber Jesus hat sich eingemischt. Politik, polis, heißt: was die Stadt, was die Öffentlichkeit betrifft. Insofern ist die Kirche generell politisch, aber sie darf nie parteipolitisch sein.« In diesem Sinne würde ich mir – bei allen positiven Ansätzen – wünschen, dass die Kirchen noch mehr als bisher Natur- und Klimaschutz in ihr alltägliches Handeln, in ihr Beschaffungswesen und ihre Liegenschaftsverwaltung vor allem aber in die Liturgie der Gottesdienste mit aufnehmen würde.
Giotto di Bondone:
Vogelpredigt des hl. Franziskus,
Fresko um 1295, Basilika San Francesco, Assisi.
Das Engagement der Zivilgesellschaft: Hoffnung von unten
Die zunehmende Beteiligung der Zivilgesellschaft am Umweltschutz ist ein weiteres ermutigendes Zeichen. Initiativen wie die Bürgerenergiebewegung, die Bürgerverkehrswende oder die wachsende Nachfrage nach biologischen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln zeigen, dass immer mehr Menschen bereit sind, Verantwortung für die Erde zu übernehmen und ihren Lebensstil zu verändern.
Es ist beeindruckend zu beobachten, wie die Menschen durch ihre täglichen Entscheidungen Einfluss auf die Welt nehmen. Der Trend zu weniger Fleischkonsum, der Rückgang der Auto-Nutzung und der Aufstieg von erneuerbaren Energien aus dezentraler Produktion sind nur einige Beispiele dafür, dass die Gesellschaft zunehmend versteht, dass der Schutz der Schöpfung nicht nur eine moralische, sondern auch eine existenzielle Notwendigkeit ist.
Darüber hinaus wächst das Bewusstsein für die Bedeutung einer gerechten und nachhaltigen Entwicklung. Zahlreiche soziale Bewegungen setzen sich für den Schutz von Natur und Menschenrechten gleichermaßen ein und streben nach einer besseren Welt für kommende Generationen. Die zunehmende Zahl von Umweltschutzorganisationen, die ihren Fokus auf Biodiversität und Klimagerechtigkeit legen, ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Gesellschaft nicht nur aus der Notwendigkeit heraus handelt, sondern auch aus einer tiefen Überzeugung für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen.
Eisenbahnbrücke bei Donauwörth
Fazit: Der Weg nach vorn
Es gibt viele Gründe für Hoffnung – sowohl in der Politik, in der Wirtschaft als auch in der Gesellschaft, vor allem in unzähligen kleinen Projekten vor Ort, die aber in der Summe große Veränderungen anstoßen können. Der konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung hat seit seiner Initiierung 1983 bedeutende Fortschritte gemacht und die Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Veränderung möglich ist. Das Engagement von Persönlichkeiten wie Friedrich Schorlemmer, der sich für den Schutz der Schöpfung und den Frieden einsetzte, bleibt eine Inspirationsquelle für uns alle.
Es muss aber betont werden, dass der Weg zu einer gerechten und nachhaltigen Welt noch lange nicht zu Ende ist. Die ökologische Krise verlangt weiterhin unser aller Aufmerksamkeit und Handeln. Aber die vielen positiven Entwicklungen vor Ort der letzten Jahre – sei es in der Klimapolitik/Energiewende, in der Zivilgesellschaft oder in den Kirchen – bieten Hoffnung und zeigen, dass der Wandel möglich ist. Nur durch gemeinsames Handeln – von den Kirchen über die Politik bis hin zur Zivilgesellschaft – können wir eine Zukunft für die Schöpfung und die kommenden Generationen sichern.
Der Ausbau von Beteiligungsrechten ist daher notwendiger denn je, statt sie – wie eingangs geschildert – abzubauen. Die Erfolge des Naturschutzes in Westdeutschland in den vergangenen Jahrzehnten dokumentieren, dass sie ohne Demokratie nicht möglich gewesenen wären. Beispiele hierfür sind die Durchsetzung der Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen der Kraftwerke als Ergebnis der Waldsterbensproteste, die Durchsetzung der Abfalltrennung in Haushalt und Gewerbe als Ergebnis der Proteste gegen Müllverbrennungsanlagen, die Durchsetzung von großen Schutzgebieten, die Verhinderung einer weiteren Entwässerung von Mooren, die Verhinderung der Zerstörung frei fließender Flüsse von der Elbe bis zur Donau durch Staumaßnahmen und der Ausstieg aus der Atomenergie. Diese Erfolge von breiten zivilgesellschaftlichen Protesten haben letztlich dann auch zu neuen parlamentarischen Mehrheiten sowohl auf kommunaler, Landes- wie auch Bundesebene geführt.
Daher ist der gemeinsame Einsatz für eine lebendige Demokratie unerlässlich, damit eine Beteiligung der Zivilgesellschaft weiterhin möglich ist.
Zum Autor:
Prof. Dr. Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des BUND in Bayern, einer der wichtigsten Repräsentanten der Naturschutzbewegung in Bayern und in ganz Deutschland (Vorsitzender des BUND von 2002 bis 2018)
Fotos:
Titel: Asa Knox
Franziskus Wandbild Assisi: Wikipedia (gemeinfrei)
Alle weiteren Fotos: Christoph Ranzinger.
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Dr. Matthias Pfeufer, Poxdorf 24, 96167 Königsfeld; Christoph Ranzinger, Pauckerweg 5, 81245 München.
