Neueste Kommentare

Keine aktuellen Kommentare. Sei der Erste, der einen aktuellen Kommetar veröffentlicht. Gehe hierzu auf eine Ausgabe und nutze den Button "Leserkommentare". Vielen Dank
1. Mai 2021:
Zur neuen Ausgabe der Begegnung & Gespräch

Liebe Leserinnen und Leser,

Querdenken galt bislang als kreatives, unkonventionelles und innovatives Denken, das ein Ausbrechen aus alten Denkmustern beinhaltete. Querdenker waren Vordenker, die mit einem erheblichen Schuss Opposition kreative Wege aufzeigten, um mit neuen und überraschenden Sichtweisen und Lösungsangeboten zur Förderung von Individuum und Gemeinwohl beitrugen.
Beispiele aus der Geschichte und der Vergangenheit gibt es viele: Mahatma Gandhi, der  Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung mit seinem friedlichen Aufbruch zum historischen Salzmarsch. Der russische Staatspräsident Michail Gorbatschow, der mit Glasnost und Perestroika die gewaltfreie Beendigung des Kalten Krieges einleitete. Eugen Drewermann, der mit seiner psychologischen Deutung von Bibeltexten, mit seinem Einsatz für friedliche Völkerverständigung und mit seiner Tierethik vielen Menschen aus eingefahrenen Gleisen hilft. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.

Diejenigen, die sich heute als Corona-Leugner und Impfgegner Querdenker nennen, missbrauchen in ihrer Mischform von Rechtsextremisten, Antisemiten, Reichsbürgern und Esoterikern diesen Namen auf das Übelste.
In zwei Beiträgen (BuG 191 und BuG 191a) zeigt Michael Blume, warum das Querdenken seine Wurzeln im süddeutschen Raum hat und welchen Einfluss dabei der Pietismus, das anthroposophische Denken und die historische Skepsis-Tradition Württembergs ausüben. Zugleich aber finden sich auch Anregungen gegenüber dieser autoritären Glaubensbewegung resistent zu werden. Nur so kann man dieser autoritären Glaubensbewegung wehrhaft gegenübertreten.

Ihre Redaktion

 
19. Januar 2021:

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Corona-Krise musste und muss man ja ohnehin schon auf vieles
verzichten. Die Hoffnung, wieder zur „Normalsituation“ – also zu der Zeit vor
der Corona-Krise – zurückzukehren, wird beflügelt durch den Einsatz der
Impfstoffe. Doch kann und darf es dann ein „Weiter so wie bisher“ noch
geben?
In einer Umfrage der ARD sprechen sich nach dem Hitzesommer 2018 mit all
seinen katastrophalen Folgen 74 % der Befragten für mehr Klimaschutz aus.
Mit der Forderung nach Bewahrung der Schöpfung verweisen Politiker, Bürger
und Kirchen auch auf den biblisch-christlichen Hintergrund ihrer
Argumentation.
Wenn es dann allerdings gilt, beim Einsatz für Klimaschutz, Umwelt und
Nachhaltigkeit den gewohnten Lebensstil zu verlassen, ist nicht mehr viel vom
Veränderungswillen zu spüren. Konsum- und Mobilitätsverzicht? Immer mehr
junge Menschen gehen wohl dafür auf die Straße. Bei vielen sind aber die
Verlustängste weit größer als die Bereitschaft zur Veränderung.

Albrecht von Lucke zeigt in seinem Beitrag auf, dass die derzeitige Korona-
Pandemie unser gesamtes Konsum- und Lebensmodell auf den Prüfstand stellt.
Ohne einen Konsumverzicht, ohne für die Waren des Südens gerechte Preise
zu zahlen, ohne radikale Einschränkungen bei der Mobilität taumeln wir in eine
Zukunft, die wegen der Unumkehrbarkeit der Situation weit schlimmer sein
wird, als die Beschränkungen, die uns die Corona-Krise auferlegt.
Von Lucke meint, dass eine „Wende zum Weniger“ möglich ist, wenn das, was
2020 an Mobilitäts- und auch Konsumverzicht erfolgte, daraufhin überprüft
werden würde, was für den Menschen unverzichtbar ist, was aber andererseits
sehr wohl unnötig ist. Der homo consumens, der, der möglichst viel und billig
konsumiert, ist der Inbegriff einer egoistischen Individualisierung. Konsum wird
für ihn zum Inbegriff persönlicher Freiheit, die auf jeden Fall bewahrt und
verteidigt werden muss.
Die Sozialpflicht sollte– so von Lucke weiter – nicht nur unter egoistischem
Aspekt im Nahbereich praktiziert werden. Sie muss gerade auch auch
gegenüber einer globalen Umwelt neu entdeckt und praktisch umgesetzt
werden.
Wir hoffen, dass Sie, liebe Leserin, lieber Leser, den Beitrag mit innerem
Gewinn aufnehmen werden.

Ihre Redaktion

P.S.: Ein Video-Interview mit Albrecht von Lucke von Siegfried Kratzer werden Sie Ende Februar hier finden.

 

Suche in Ausgaben

 
1. Februar 2019: ZUM Start von Begegnung-Online.de

Liebe Leserinnen und Leser,

vor 50 Jahren läuteten die »68er« das Ende der verknöcherten, biederen Welt Nachkriegsdeutschlands ein, das sich schwer tat, sein autoritäres Grundrauschen abzustellen.
Obgleich die Kirchen damals als Repräsentanten dieses alten Deutschlands galten, entsprechend in Frage gestellt und bekämpft wurden, trug die »frohe Botschaft« den emanzipatorischen Charakter immer schon in sich.

So bewegte sich auch etwas in den christlichen Kirchen - etwa zeitgleich mit den Aufbrüchen der 68er, aber doch in großer inhaltlicher Distanz, viel vorsichtiger, vielleicht auch mutloser, meist zwei Schritte vorwärts und dann gleich wieder einen zurück - oft auch umgekehrt!

In dieser Zeit wurde »Begegnung und Gespräch« aus der Taufe gehoben: Bahnbrechend als ökumenisches Projekt der Evangelischen Landeskirche in Bayern und des Katholischen Schulkommissariates der Bayerischen Bischofskonferenz, um den aufkommenden ökumenischen Geist im Bildungsbereich zu unterstützen und zu begleiten.
Ca. 40000 Zeichen auf 8 Seiten bildeten genug Raum für aktuelle Themen aus der Erziehungs- und Bildungsarbeit, z.T. wissenschaftlich aufgearbeitet, gelegentlich auch mit zwei Beiträgen - evangelisch und katholisch - zu dem jeweiligen Themenschwerpunkt.
25 Jahre später war die geschwisterliche Zusammenarbeit der Kirchen und besonders auch der Redaktion viel selbstverständlicher geworden.
Mit nun einem Beitrag wurde versucht, eine gemeinsame Sicht auf ein aktuelles Thema zu skizzieren.
Um den sich rapide verändernden Lesegewohnheiten gerecht zu werden, wurde die Textmenge auf ca. 17.000 Zeichen mehr als halbiert - zugunsten eines ansprechenden Layouts und großzügigerer Bebilderung. Mittlerweile hatte die Auflage über 70.000 Drucke pro Ausgabe erreicht.

Jetzt - weitere 25 Jahre später - setzt uns nicht nur der Kostendruck zu: wir erhalten zwar weiterhin überwiegend sehr positive Rückmeldungen zu den einzelnen Heften, aber fast immer von älteren Kolleginnen und Kollegen. Die Generation »U40« hat wiederum veränderte Wege der Informationsbeschaffung und vermutlich auch der Informationsverwertung.
Google, Facebook, Twitter u. v. m. spielen inzwischen eine wesentliche Rolle.
So braucht auch »Begegnung und Gespräch« nach weiteren 25 Jahren wieder eine Neu-orientierung, die weit über das Gestalterische hinausgeht: Die Ausgaben in Papierform werden nur noch vierseitig erscheinen. Das halbiert zwar die Druckkosten, bietet aber nicht mehr den Platz, ein Thema tief genug und trotzdem ansprechend gestaltet zu präsentieren. Der zweite Teil unserer Zeitschrift wandert ins Netz. Dort ist dann Raum, ein Thema ohne Platzbeschränkung weiterzuentwickeln - nicht nur mit dem traditionellen Artikel sondern auch im Dialog mit unseren Lesern über Kommentare und Diskussionsforen, mit zusätzlichen Inhalten, Links, Bildern etc.
So könnten gerade diese neuen Möglichkeiten den Zeitschriftentitel mit neuem Leben füllen und »Begegnung und Gespräch« in eine neue Epoche führen.
Ob dieses Experiment gelingt und »Begegnung und Gespräch« tatsächlich auch in der vernetzten Gesellschaft zu den spannenden Diskussionen um Erziehung und Bildung aus christlicher Perspektive beitragen wird, hängt davon ab, ob wir es schaffen, das Konzept so mit Leben zu füllen, dass Sie als Leser gerne dieses Angebot nutzen und - besonders auch in sozialen Netzwerken - weiterempfehlen.

Viel Freude beim Lesen und beim Entdecken der neuen Möglichkeiten wünscht Ihnen

Ihre Redaktion

 

 

Bitte liken Sie unsere Beiträge auf Facebook!

Besucherzähler

Heute 18

Gestern 64

Woche 226

Monat 299

Insgesamt 14197