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1. September 2020:
Zur neuen Ausgabe der Begegnung & Gespräch

Liebe Leserinnen und Leser,

die Corona-Pandemie hält weiter die Welt in Atem. Das hat auch Auswirkungen auf das Leben in den Kirchgemeinden und auf unsere Spiritualität. Der Kern des Gemeindelebens, das gemeinsame Feiern und Beten ist stark eingeschränkt und das ist auch gut so: Die Eindämmung der Pandemie und besonders der Schutz derer, die besonders gefährdet sind, ist das Gebot der Stunde.
Gleichzeitig wird unverständliches Verhalten sichtbar bei Personen, die die neue Situation nicht wahr haben wollen oder verleugnen, Personen, denen das Wohl der Alten und anderen besonders Gefährdeten egal ist.

Friedrich Schorlemmer und Siegfried Kratzer haben deshalb in diesem Beitrag nach Orientierung und Glauben in Zeiten der Krise gesucht.

Für die Illustration dieser Ausgabe haben wir uns beim legendären Streetart-Künstler Banksy bedient, der auch sehr engagiert für den Schutz vor Corana eintritt. Seine Super-Woman-Krankenschwester haben wir im Titelbild auch als Symbol der tätigen Nächstenliebe und vielleicht auch ein bisschen als Engel interpretiert.

Wir wünschen Ihnen eine erbauliche Lektüre!

Die Redaktion

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1. Februar 2019: ZUM Start von Begegnung-Online.de

Liebe Leserinnen und Leser,

vor 50 Jahren läuteten die »68er« das Ende der verknöcherten, biederen Welt Nachkriegsdeutschlands ein, das sich schwer tat, sein autoritäres Grundrauschen abzustellen.
Obgleich die Kirchen damals als Repräsentanten dieses alten Deutschlands galten, entsprechend in Frage gestellt und bekämpft wurden, trug die »frohe Botschaft« den emanzipatorischen Charakter immer schon in sich.

So bewegte sich auch etwas in den christlichen Kirchen - etwa zeitgleich mit den Aufbrüchen der 68er, aber doch in großer inhaltlicher Distanz, viel vorsichtiger, vielleicht auch mutloser, meist zwei Schritte vorwärts und dann gleich wieder einen zurück - oft auch umgekehrt!

In dieser Zeit wurde »Begegnung und Gespräch« aus der Taufe gehoben: Bahnbrechend als ökumenisches Projekt der Evangelischen Landeskirche in Bayern und des Katholischen Schulkommissariates der Bayerischen Bischofskonferenz, um den aufkommenden ökumenischen Geist im Bildungsbereich zu unterstützen und zu begleiten.
Ca. 40000 Zeichen auf 8 Seiten bildeten genug Raum für aktuelle Themen aus der Erziehungs- und Bildungsarbeit, z.T. wissenschaftlich aufgearbeitet, gelegentlich auch mit zwei Beiträgen - evangelisch und katholisch - zu dem jeweiligen Themenschwerpunkt.
25 Jahre später war die geschwisterliche Zusammenarbeit der Kirchen und besonders auch der Redaktion viel selbstverständlicher geworden.
Mit nun einem Beitrag wurde versucht, eine gemeinsame Sicht auf ein aktuelles Thema zu skizzieren.
Um den sich rapide verändernden Lesegewohnheiten gerecht zu werden, wurde die Textmenge auf ca. 17.000 Zeichen mehr als halbiert - zugunsten eines ansprechenden Layouts und großzügigerer Bebilderung. Mittlerweile hatte die Auflage über 70.000 Drucke pro Ausgabe erreicht.

Jetzt - weitere 25 Jahre später - setzt uns nicht nur der Kostendruck zu: wir erhalten zwar weiterhin überwiegend sehr positive Rückmeldungen zu den einzelnen Heften, aber fast immer von älteren Kolleginnen und Kollegen. Die Generation »U40« hat wiederum veränderte Wege der Informationsbeschaffung und vermutlich auch der Informationsverwertung.
Google, Facebook, Twitter u. v. m. spielen inzwischen eine wesentliche Rolle.
So braucht auch »Begegnung und Gespräch« nach weiteren 25 Jahren wieder eine Neu-orientierung, die weit über das Gestalterische hinausgeht: Die Ausgaben in Papierform werden nur noch vierseitig erscheinen. Das halbiert zwar die Druckkosten, bietet aber nicht mehr den Platz, ein Thema tief genug und trotzdem ansprechend gestaltet zu präsentieren. Der zweite Teil unserer Zeitschrift wandert ins Netz. Dort ist dann Raum, ein Thema ohne Platzbeschränkung weiterzuentwickeln - nicht nur mit dem traditionellen Artikel sondern auch im Dialog mit unseren Lesern über Kommentare und Diskussionsforen, mit zusätzlichen Inhalten, Links, Bildern etc.
So könnten gerade diese neuen Möglichkeiten den Zeitschriftentitel mit neuem Leben füllen und »Begegnung und Gespräch« in eine neue Epoche führen.
Ob dieses Experiment gelingt und »Begegnung und Gespräch« tatsächlich auch in der vernetzten Gesellschaft zu den spannenden Diskussionen um Erziehung und Bildung aus christlicher Perspektive beitragen wird, hängt davon ab, ob wir es schaffen, das Konzept so mit Leben zu füllen, dass Sie als Leser gerne dieses Angebot nutzen und - besonders auch in sozialen Netzwerken - weiterempfehlen.

Viel Freude beim Lesen und beim Entdecken der neuen Möglichkeiten wünscht Ihnen

Ihre Redaktion

 

 

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