28. Januar 2020:
Zur neuen Ausgabe der Begegnung & Gespräch

Dietrich Bonhoeffer, dessen Ermordung sich am 9. April 2020 zum 75. Male jährt, ist nicht nur eine Leuchtgestalt des NS-Widerstands. Obgleich in vielem unvollendet gehören seine theologischen und ethischen Überlegungen zu den bedeutendsten der Gegenwart. Sie rütteln auf, zeigen dabei aber auch die tiefe Glaubensverwurzelung Bonhoeffers. Er scheute sich nicht, die zentralen Texte des Evangeliums in direktem Verständnis auszulegen. Niemals wurde er dabei fundamentalistisch. Stets ging es ihm darum, im Geiste Jesu zu denken, zu handeln und zu mahnen.

Unser nunmehr dritter Beitrag über Dietrich Bonhoeffer soll zum einen 75 Jahre nach seinem Tod an ihn erinnern, will dabei aber nicht stehenbleiben. Anhand  zentraler Gedanken von Bonhoeffers Theologie und Ethik, wird versucht, Verbindungen zu den Aufgaben der Gegenwart herzustellen. Es bleibt die Hoffnung, dass Bonhoeffers Mut in der Vergangenheit Mut heute macht, im kirchlichen, im gesellschaftspolitischen und im ökumenischen Bereich notwendige Änderungen vorzunehmen und neue Vorhaben anzugehen.

Die Redaktion

 
 
1. Februar 2019: ZUM Start von Begegnung-Online.de

Liebe Leserinnen und Leser,

vor 50 Jahren läuteten die »68er« das Ende der verknöcherten, biederen Welt Nachkriegsdeutschlands ein, das sich schwer tat, sein autoritäres Grundrauschen abzustellen.
Obgleich die Kirchen damals als Repräsentanten dieses alten Deutschlands galten, entsprechend in Frage gestellt und bekämpft wurden, trug die »frohe Botschaft« den emanzipatorischen Charakter immer schon in sich.

So bewegte sich auch etwas in den christlichen Kirchen - etwa zeitgleich mit den Aufbrüchen der 68er, aber doch in großer inhaltlicher Distanz, viel vorsichtiger, vielleicht auch mutloser, meist zwei Schritte vorwärts und dann gleich wieder einen zurück - oft auch umgekehrt!

In dieser Zeit wurde »Begegnung und Gespräch« aus der Taufe gehoben: Bahnbrechend als ökumenisches Projekt der Evangelischen Landeskirche in Bayern und des Katholischen Schulkommissariates der Bayerischen Bischofskonferenz, um den aufkommenden ökumenischen Geist im Bildungsbereich zu unterstützen und zu begleiten.
Ca. 40000 Zeichen auf 8 Seiten bildeten genug Raum für aktuelle Themen aus der Erziehungs- und Bildungsarbeit, z.T. wissenschaftlich aufgearbeitet, gelegentlich auch mit zwei Beiträgen - evangelisch und katholisch - zu dem jeweiligen Themenschwerpunkt.
25 Jahre später war die geschwisterliche Zusammenarbeit der Kirchen und besonders auch der Redaktion viel selbstverständlicher geworden.
Mit nun einem Beitrag wurde versucht, eine gemeinsame Sicht auf ein aktuelles Thema zu skizzieren.
Um den sich rapide verändernden Lesegewohnheiten gerecht zu werden, wurde die Textmenge auf ca. 17.000 Zeichen mehr als halbiert - zugunsten eines ansprechenden Layouts und großzügigerer Bebilderung. Mittlerweile hatte die Auflage über 70.000 Drucke pro Ausgabe erreicht.

Jetzt - weitere 25 Jahre später - setzt uns nicht nur der Kostendruck zu: wir erhalten zwar weiterhin überwiegend sehr positive Rückmeldungen zu den einzelnen Heften, aber fast immer von älteren Kolleginnen und Kollegen. Die Generation »U40« hat wiederum veränderte Wege der Informationsbeschaffung und vermutlich auch der Informationsverwertung.
Google, Facebook, Twitter u. v. m. spielen inzwischen eine wesentliche Rolle.
So braucht auch »Begegnung und Gespräch« nach weiteren 25 Jahren wieder eine Neu-orientierung, die weit über das Gestalterische hinausgeht: Die Ausgaben in Papierform werden nur noch vierseitig erscheinen. Das halbiert zwar die Druckkosten, bietet aber nicht mehr den Platz, ein Thema tief genug und trotzdem ansprechend gestaltet zu präsentieren. Der zweite Teil unserer Zeitschrift wandert ins Netz. Dort ist dann Raum, ein Thema ohne Platzbeschränkung weiterzuentwickeln - nicht nur mit dem traditionellen Artikel sondern auch im Dialog mit unseren Lesern über Kommentare und Diskussionsforen, mit zusätzlichen Inhalten, Links, Bildern etc.
So könnten gerade diese neuen Möglichkeiten den Zeitschriftentitel mit neuem Leben füllen und »Begegnung und Gespräch« in eine neue Epoche führen.
Ob dieses Experiment gelingt und »Begegnung und Gespräch« tatsächlich auch in der vernetzten Gesellschaft zu den spannenden Diskussionen um Erziehung und Bildung aus christlicher Perspektive beitragen wird, hängt davon ab, ob wir es schaffen, das Konzept so mit Leben zu füllen, dass Sie als Leser gerne dieses Angebot nutzen und - besonders auch in sozialen Netzwerken - weiterempfehlen.

Viel Freude beim Lesen und beim Entdecken der neuen Möglichkeiten wünscht Ihnen

Ihre Redaktion

 

 

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