Sehr geehrter Herr Donat, mit großer Überraschun g habe ich heute die Beilage „Begegnung und Gespräch“ in der Bayerischen Schule entdeckt, begleitet mich doch der „Pädagoge“ F.W. Förster mein ganzes Lehrerleben lang. Die Geschichte beginnt für mich 1961 in meinem 14. Lebensjahr. Irgendwie muss mein Vater (Jahrgang 1892) mein Interesse für Pädagogik bemerkt haben und drückte mir das Buch von F.W. Förster „Jugendleh re“ Ausgabe von 1915!! In die Hand. Ich habe es durchgearbeitet (heute habe ich im Umschlag mein mehrseitiges Exzerpt mit Maschine geschrieben von damals gefunden.) Es war für mich eine Offenbarung in einer Zeit, in der noch vor allem autoritär unterrichtet und erzogen wurde und ich habe mich schon damals gefragt, warum die Vorstellungen von F.W. Förster nicht viel stärker in der praktischen Erziehung und Erzieher/Lehrer-Bildung Platz gegriffen haben. Begriffe wie Selbsterziehung und Selbstbeherrsch ung und Gewissensbildun g waren auch für die eigene Persönlichkeits entwicklung von Bedeutung. Ich wollte das selbst ausprobieren und habe zwei Jahre später – nach dem Tod meines Vaters 1963 - eine Jugendgruppe der Pfarrjugend als Leiter übernommen. Begleitet hat mich dieses Buch über die Tätigkeit als Lehrer an Volksschulen, Beratungslehrer und Beratungsrektor . Bei meiner Verabschiedung aus dem aktiven Schuldienst 2011 hatte ich die „Jugendleh re“ dabei und in meine Abschiedsrede eingebaut. Ich konnte zwar meinen Vater nicht mehr befragen, aber ich nehme an, dass er in der Zeit um 1915 F.W. Förster an der LMU München persönlich gehört hat, die er nach einer schweren Verwundung bei Ypern 1914 wieder besuchen konnte. Wie sehr mein Vater F.W. Förster geschätzt hat, zeigen zwei weitere Bücher von ihm, die ich dann in seinem Nachlass gefunden habe: „Politisch e Ethik“ 1956 New York; und „Politisch e Erziehung“ Herder 1959. Wolfram Lüers, Landau/Isar
mit großer Überraschun g habe ich heute die Beilage „Begegnung und Gespräch“ in der Bayerischen Schule entdeckt, begleitet mich doch der „Pädagoge“ F.W. Förster mein ganzes Lehrerleben lang.
Die Geschichte beginnt für mich 1961 in meinem 14. Lebensjahr. Irgendwie muss mein Vater (Jahrgang 1892) mein Interesse für Pädagogik bemerkt haben und drückte mir das Buch von F.W. Förster „Jugendleh re“ Ausgabe von 1915!! In die Hand. Ich habe es durchgearbeitet (heute habe ich im Umschlag mein mehrseitiges Exzerpt mit Maschine geschrieben von damals gefunden.) Es war für mich eine Offenbarung in einer Zeit, in der noch vor allem autoritär unterrichtet und erzogen wurde und ich habe mich schon damals gefragt, warum die Vorstellungen von F.W. Förster nicht viel stärker in der praktischen Erziehung und Erzieher/Lehrer-Bildung Platz gegriffen haben. Begriffe wie Selbsterziehung und Selbstbeherrsch ung und Gewissensbildun g waren auch für die eigene Persönlichkeits entwicklung von Bedeutung. Ich wollte das selbst ausprobieren und habe zwei Jahre später – nach dem Tod meines Vaters 1963 - eine Jugendgruppe der Pfarrjugend als Leiter übernommen. Begleitet hat mich dieses Buch über die Tätigkeit als Lehrer an Volksschulen, Beratungslehrer und Beratungsrektor . Bei meiner Verabschiedung aus dem aktiven Schuldienst 2011 hatte ich die „Jugendleh re“ dabei und in meine Abschiedsrede eingebaut.
Ich konnte zwar meinen Vater nicht mehr befragen, aber ich nehme an, dass er in der Zeit um 1915 F.W. Förster an der LMU München persönlich gehört hat, die er nach einer schweren Verwundung bei Ypern 1914 wieder besuchen konnte. Wie sehr mein Vater F.W. Förster geschätzt hat, zeigen zwei weitere Bücher von ihm, die ich dann in seinem Nachlass gefunden habe: „Politisch e Ethik“ 1956 New York; und „Politisch e Erziehung“ Herder 1959.
Wolfram Lüers, Landau/Isar